Den Bachelor of Arts in der Tasche – und nu? (3)

comment 1
Persönliches / Uni
Studium

Im dritten und letzten Teil (Teil 1 und Teil 2) soll es darum gehen, was ich anders machen würde, hätte ich die Chance nochmal von Null anzufangen. Außerdem soll es eine kleine Vorschau auf die kommenden Wochen und Monate geben.

Was würde ich anders machen?

 

  • Ich würde häufiger um Hilfe bitten. Wie schon in den ersten beiden Teilen erwähnt, ist es schwer mit der Hierarchie und Bürokratie der Universität klar zu kommen. Ich bin so erzogen worden, mir selbst zu helfen und bin da noch immer sehr stur und versuche etwas alles alleine zu machen. Wenn es wirklich nicht anders geht, vertraue ich mich jemanden an oder suche Hilfe. Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn man Hilfe sucht. Dementsprechend wende ich mich bei Problemen immer an Vertrauenspersonen, die mir weiterhelfen können. Das kann ein*e Professor*in sein, ein Studienfachberater*in oder ein*e Kommiliton*in.
  • Ich würde Ressourcen besser nutzen. Die Uni Tübingen bietet so viele außerfakultäre Angebote an, dass man leicht den Überblick verliert: Hochschulsport, Sprach-Tandems, Summer Schools, Hochschulpolitik, Career Service, etc. pp. Im Laufe meines Studiums habe ich immer mehr auf solche Ressourcen zugegriffen, um mich weiterzuentwickeln. Zum Beispiel: das Praxisportal der Uni Tübingen ist nützlich um Jobs zu finden. Zwar habe ich keine Stelle über das Portal selbst gefunden, wohl aber über die Unibibliothek (für die ich arbeite). Erst nach meinem Studienaufenthalt habe ich wirklich erkannt wie ressourcenreich die Uni ist und Studierende sie einfach zu selten nutzen. Augen offen halten und die ein oder andere Recherche bringt einen weiter und kann mehr wert sein als Credit Points!
  • Ich würde nach Tübingen ziehen. Zwar ist Reutlingen nicht so weit weg, aber die blöden Zugverbindungen machten es nur selten möglich auch mal unter der Woche länger Spaß zu haben. Außerdem hätte ich wohl auch andere Leute kennen gelernt, die nicht unbedingt dasselbe wie ich studieren. Wäre auch ganz schön gewesen, einen diverseren Freundeskreis aufzubauen. Vermutlich wäre ich auch dadurch schon etwas unabhängiger vom Elternhaus als jetzt.
  • Ich würde sozialer sein. Ich bezeichne mich ja gerne als ambivert, aber ich muss zugeben, dass ich die letzten Jahre vermehrt dazu neigte introvertiert und anti-sozial zu sein. Das äußerte sich daran, dass ich nicht wirklich ausging. Ich versuchte es mit Fachschaftsarbeit etwas zu kompensieren, aber außerhalb der Uni war ich wirklich eine Einzelgängerin. Viele Freunde leben in anderen Städten oder Länder, was es schwieriger machte an einem Samstagabend in einer Bar anzustoßen. Mich störte das zwar nicht immer, aber und an sollte man schon unter die Leute kommen bevor man zum MOF abgestempelt zu werden.

Bis auf einen Umzug, werde ich mich sehr bemühen die “Fehler” aus dem Bachelor in Zukunft nicht zu wiederholen, denn ich werde im Herbst ein Masterstudium ebenda beginnen. Wie es das Schicksal will, im selben Fach: der Amerikanistik. Auch dazu gab es viele Meinungen, die völlig legitim und berechtigt sind. Ich habe mich auch gefragt, ob es denn wirklich das sein soll, aber letztendlich möchte ich einen Masterabschluss haben, um mit einem qualifizierten Abschluss in die Arbeitswelt einzusteigen. Es hat Sinn gemacht im selben Fach und im selben Ort zu bleiben. Andere Unis wollten Credit Points in BWL, waren zu weit weg, zu teuer, oder haben mich der Bürokratie wegen nicht angenommen.

Außerdem habe ich bereits seit April ein semesterbegleitendes Praktikum in der Tasche, sodass es seit dem klar war in Tübingen zu bleiben.  Also geht es weiter. Hier im Schwabenländle. Für zwei weitere Jahre.

 

1 Comment

  1. Pingback: Der Weg zum Master: Entscheidungen treffen - Free The Yazz

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *