Der erste abgedruckte Artikel

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Persönliches / Uni
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Ich bin ein bisschen stolz auf diesen kleinen Meilenstein. Man sagt ja Printjournalismus sei tot. Ich bin davon nicht überzeugt bzw. denke ich, dass es sich ins Internet verlagert hat. Zeitungen und Magazine tun sich zum Teil noch schwer ein geeignetes Bezahlmodell einzuführen und Werbeeinnahmen zu sichern. Aber darum gehts eigentlich gar nicht. Es geht um diesen Artikel, der im Rahmen des dreitägigen Kompaktseminars “Irgendwas mit Medien? Journalismus!” an der Uni Tübingen entstanden ist. Wir wurden vom Journalisten Volker Rekittke sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen, als nach 1 1/2 Stunden eine Pressekonferenz mit Tübinger Kommunalpolitikern stattfand. Die Mehrheit der Teilnehmer hatte sehr wenig bis keine journalistischen Erfahrungen und keiner war so richtig mit der Thematik, Tübinger Wohnpolitik, vertraut. Um so schwieriger war es gezielte Fragen zu stellen, die relevant für einen guten Artikel sein konnten.

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Das änderte sich aber, als ich das Gespräch mit den Gemeinderäten und dem Baubürgermeister auf das studentische Wohnen lenken konnte. Ein sensibles Thema, da (studentischer) Wohnraum nicht nur knapp sondern mittlerweile sehr teuer geworden ist. Tübingen liegt laut dem Unternehmen F+B auf Platz 4, noch vor der Landeshauptstadt Stuttgart im bundesweiten Mietspiegelindex 2014. Da die Zahl der Studierenden in Tübingen immer noch sehr hoch ist (aktuell: 27.152) wird die Lage sich weiter zuspitzen. Darum geht es in diesem Artikel, ein wichtiges, manchmal kontroverses Thema für die Bewohner der Universitätsstadt. Wir haben nicht nur die komplette Seite (plus Meinungskommentar) dafür bekommen, sondern die Schlagzeile findet sich sogar auf dem Mantel. Top Sache!

Über die aktuell diskutierten Lösungsansätze könnt ihr im heutigen Schwäbischen Tagblatt lesen, auch online.

Reading List (27/06/15)

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Kunst & Kultur
Reading List

Jeden Samstag gibt es eine Reading List mit interessantem Lesematerial für das Wochenende. Die Themen reichen von Kultur über Design hin zu Politik, sind auf Deutsch oder Englisch. Happy Reading!

“‘WTF’ with Barack Obama” – The New Yorker

“WTF” is intimate. We’re not just in a conversation—we’re in a garage, and in a life. The comings and goings of Maron’s cats and the workings of his heart and mind are part of the appeal. It’s an environment that has fostered incredible conversations with hundreds of guests, most of whom reveal things about themselves you’d never expect. Could Maron talk to the President the way he’s talked to comedians and other guests, getting to the heart and soul of things?

“Jessica Weiß: ‘Ein voller Tag ist ein Luxusproblem – denn das heißt, das Geschäft läuft’” – Edition F

Sie hat LesMads mitgegründet und später ihr eigenes Blogazine hochgezogen: Jessica Weiß, die zu den relevantesten Modebloggerinnen Deutschlands zählt. Sie ist seit Jahren ein Aushängeschild der Branche und launcht nun mit Jouur auch ihr eigenes Modelabel.

“Entspannt Euch!” Ein Gastbeitrag von Boris Palmer – FAZ

Ohne Zweifel wird sich das auch bei uns durchsetzen. Mit Verständnis für die Menschen, die sich damit noch schwer tun, wird das Ziel leichter erreichbar. Es hilft der Sache nicht, den Vorwurf der Homophobie sofort auszupacken, wenn man sich kritisch über das volle Adoptionsrecht für Schwule und Lesben äußert oder an der (weitgehend von der Wirklichkeit überholten) Vorstellung einer besonderen Vorrangstellung der Ehe festhält.

“Translating Seinfeld” – The Verge

More so than the average American sitcom, Seinfeld has had difficulty reaching global audiences. While it’s popular in Latin America, it hasn’t been widely accepted in Germany, France, Italy, and the Netherlands. Two decades after it went off the air, Seinfeld remains relevant to American audiences — thanks in part to omnipresent syndicated reruns — but in much of Europe it is considered a cult hit, and commonly relegated to deep-late-night time slots. Its humor, it seems, is just too complicated, too cultural and word-based, to make for easy translation.

“Why Germans pay cash for almost everything” – Quartz

The national preference for cash, then, seems to be the flip side of aversion to debt, which, in turn, can be interpreted as a sign of deep-seated doubt about the future. (German businesspeople are alsonotorious for their pessimism about the future.) And fear of the future, of course, is rooted in the past.

“Can Reading Make You Happier?” – The New Yorker

I worked my way through the books on the list over the next couple of years, at my own pace—interspersed with my own “discoveries”—and while I am fortunate enough to have my ability to withstand terrible grief untested, thus far, some of the insights I gleaned from these books helped me through something entirely different, when, over several months, I endured acute physical pain.

Warum ignoriert die deutsche Kosmetikindustrie dunkelhäutige Frauen?

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Kunst & Kultur
Dunkle Haut

Kulturelle Aneignung ist Gang und Gebe in der Kosmetik- und Modeindustrie. Vor allem die Themen “Afrika,” “Safari,” oder “1001 Nacht” werden jedes Jahr wieder aufgegriffen, sind aber orientalistisch sowie rassistisch. Probleme damit haben weder die Marketingabteilungen der Marken, noch die Mehrheit der Konsumentinnen. Warum aber werden dunkelhäutige Frauen gänzlich ignoriert, wenn es darum geht Make-Up für jede* Frau anzubieten? Liegt es nur an der geringen Nachfrage? Oder ist das Problem doch tiefer sitzend? Ich bin der Frage nachgegangen, ging in die Reutlinger Innenstadt und suchte nach passendem Make-Up. Das Ergebnis: meh.

Ich bin eine Spätzünderin, wenn es um dekorative Kosmetika geht. Mittlerweile befasse ich mich mehr mit Make-Up & Co. und probiere mich gerne aus. Ich bin dann immer wieder erstaunt, aber auch genervt, wenn ich nicht den passenden Concealer oder die passende Foundation für meinen dunkeln Teint finde.
Ich bin auf dem breitem Spektrum der dunklen, braunen Haut relativ nah an einem sonnengebräuntem Hautton orientiert. Der Unterton ist aber gelb-rötlich. Manche sehen das vielleicht als Segen, da es mir somit einfacher fallen sollte auch im niedrigen Preissegment fündig zu werden. Dem ist leider nicht so.

Meine Foundation ist nur noch halbvoll und ich habe mich gefragt ob ich dieselbe auch hier finde. Es ist diese hier von Maybelline in der Farbe 330 (Toffee). Diese gibt es in Deutschland aber nicht. In anderen europäischen Märkten wie Großbritannien gibt es die dunklere Nuance 350 (Cocounut), die mittlerweile aus dem deutschen Sortiment verschwunden ist. Aus marktwirtschaftlicher Sicht, dürfte eine zu geringe Nachfrage die Ursache dafür sein.

Vor allem wenn man gerade ein Jahr in den USA gelebt hat und somit ein gutes, preiswertes Angebot an Make-Up Produkten in den diversen Drogeriemärkten wie CVS, Walgreens, oder Duane Reade vorfindet, ist die Frustration dann groß wenn sich das nicht auf den deutschen Markt überträgt.

Mir ist natürlich bewusst, dass schwarze Frauen prozentual gesehen einen kleinen Anteil der deutschen Konsumentinnen ausmachen, aber diese komplett zu ignorieren ist auch falsch. Nach einer kleinen Umfrage in einem Forum, wo sich junge schwarze Frauen über Beauty austauschen, stellte ich schnell fest, dass beinahe alle zu hochwertigen Marken wie MAC, Bobbi Brown oder Mary Kay greifen. Manche haben zudem angemerkt, wie schwer es ist im unteren Preissegment überhaupt etwas zu finden. Eine Ausnahme war KIKO, eine Marke die oft für ihr Preis-/Leistungsverhältnis, sowie ihre breite Produktpalette gelobt wird.

Nachdem ich mich darüber auf Twitter ausgelassen habe, dachte ich mir, dass ein Praxis-Test vielleicht die beste Idee ist um dem mal bewusst nachzugehen. Nachdem ich schon online ein wenig recherchiert habe und mir gängige Drogeriemarken wie P2, Essence, Catrice, Misslyn, etc. angeschaut habe, wird es wohl schwer bis unmöglich sein, eine passende Foundation zu finden.

In den vergangenen zwei Wochen war ich mehrmals in der Reutlinger Innenstadt und habe den örtlichen dm-Markt, sowie die Drogerie Müller aufgesucht. Jede oben genannte Marke habe ich mir angeschaut und die Foundations genauer inspiziert. Oft gab es nur drei Nuancen: sehr hell, hell, leicht gebräunt.

Auch bei L’Oreal und Maybelline sah es mager aus. Vor zwei Jahren habe ich noch diese Foundation (C7) benutzt bevor sie mir zu hell bzw. ich zu dunkel wurde. Mein Experiment ist somit gescheitert.

Ein Besuch beim örtlichen Breuninger war ebenfalls ernüchternd. Am Counter von Bobbi Brown gab es zwar mehr Auswahl, aber keine Nuance wollte so recht passen. Die anderen Marken wie Chanel oder Clinique waren zwar genauso vertreten wie im Müller, hatten aber eine Palette die bei einem sonnengebräunten Teint aufhören. Nicht einmal die Douglas-Filiale konnte mir etwas bieten. Unglaublich frustrierend, dass ich nicht mal im höheren Preissegment fündig wurde. Ich hätte den Verkaufsberaterinnen das Geld sogar in den Rachen geschoben.

Mein Fazit: Reutlingen ist als Markt absolut ungeeignet, um herauszufinden weshalb es so wenig Produkte für dunkelhäutige Frauen gibt. Der wirtschaftliche Aspekt ist einer, die geringe Anzahl an Abnehmerinnen im niedrigen und mittleren Preissegment ein anderer. Für mich als experimentierfreudige Studentin, die sich nicht unbedingt auf eine Foundation für 40-50€ einlassen will, bleibt wohl nichts anderes übrig als in die nächst größere Stadt zu fahren und die KIKO-Filiale aufzusuchen. Oder ich versuche es mit MAC, deren Concealer ich derzeit benutze und absolut begeistert bin. Aber auch da muss ich in den Kessel.

5 Fakten über mich

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Persönliches
Fakten

Normalerweise lernt man die Eigenarten einer Person über einen längeren Zeitraum kennen. Wie tickt diese Person? Was geht ihr  gegen den Strich? Wovor hat sie Angst? Was macht ihr Spaß und gefällt ihr gut? Da manche unter euch mich nicht persönlich kennen, dachte ich mir ein “5 Fakten über mich” Beitrag wäre eine passende Vorstellung meiner Person.

1. Als kleines Mädchen wurde ich von einem jungen Schäferhund gebissen und hatte seit dem eine unglaubliche Angst vor Hunden. Erst im Teenager-Alter habe ich diese Angst überwinden können und finde Hunde nun superklasse.

2. Ich bin ein “ambivert,” d.h. ich bin weder extrovertiert noch introvertiert, sondern irgendwie beides. Ich bin nicht schüchtern, möchte aber oft meine Ruhe und ziehe mich zurück.

3. Ich habe viele Spitznamen, bevorzuge es dennoch bei meinem vollen Namen—Yasmin—angesprochen zu werden. Natürlich reiße ich niemandem den Kopf ab, der es nicht tut 😉

4. Ich bin seit dem ich das Lesen gelernt habe ein Bücherwurm und habe als junger Hüpfer ganze Nachmittage in der örtlichen Bibliothek verbracht. Mittlerweile hat meine Konzentrationsspanne enorm abgebaut und es erfordert viel Kraft ein Buch zu Ende zu lesen.

5. Schon früh hatte ich eine magische Bindung zu Kindern und habe es mir über die Jahre bewahrt. Ich spiele und unterhalte mich gerne mit ihnen und bin irgendwie selbst dabei Kind geblieben. Vielleicht ein Grund warum man mich auch “Babyflüsterer” nennt. Kinder lieben mich und ich liebe sie.

Bonus: Ich liebe (LIEBE!) Turnschuhe und habe nach dem 50. Paar aufgehört zu zählen, mein Lieblingspaar ist aktuell dieses hier.

Reading List (20/06/15)

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Kunst & Kultur
Reading List

Jeden Samstag gibt es eine Reading List mit interessantem Lesematerial für das Wochenende. Die Themen reichen von Technik über Design hin zu Politik, sind auf Deutsch oder Englisch. Happy Reading!

“We’re All Using These Emoji Wrong” – WIRED

Turns out I don’t have the first clue what the hell I’m doing. But then, neither do you. We’re all doing emoji wrong. Horribly, horribly wrong. Good thing the folks at Unicode are here to save us.

“1.5 Million Missing Black Men” – New York Times*

African-American men have long been more likely to be locked up and more likely to die young, but the scale of the combined toll is nonetheless jarring. It is a measure of the deep disparities that continue to afflict black men — disparities being debated after a recent spate of killings by the police — and the gender gap is itself a further cause of social ills, leaving many communities without enough men to be fathers and husbands.

“The Definite History of Personal Style Blogs” – Racked

The very first personal style blogs weren’t started as launch pads for fame (in the form of millions of followers) or fortune (lucrative endorsement deals). No, they began quite innocently as creative outlets.

“Inbox Zero vs. Inbox 5,000” – The Atlantic

How is it that some people remain calm as unread messages trickle into their inboxes and then roost there unattended, while others can’t sit still knowing that there are bolded-black emails and red-dotted Slack messages?

“Die Mitsprache beim Sprechverbot” – FAZ

Wo Studenten ihre Dozenten denunzieren, weil diese ihnen das Denken nahebringen, stößt Aufklärung an ihre Grenzen. Das Evaluationssystem der Universitäten begünstigt die anonyme Professorenkritik.

“Why We Can’t Read Anymore” – Medium

Last year, I read four books.

The reasons for that low number are, I guess, the same as your reasons for reading fewer books than you think you should have read last year: I’ve been finding it harder and harder to concentrate on words, sentences, paragraphs.

*Anm.: Dieses Editorial der New York Times ist auch zwei Monate später relevanter denn je und verdeutlicht die tief verwurzelten Probleme in der US-amerikanischen Gesellschaft, die immer auf racial inequality zurückzuführen sind. Die jüngsten Beispiele sind die Ermordung Walter Scotts sowie die Terrorattacke auf die Emanuel AME Kirche in Charleston, SC. Was ebenfalls auffällt ist, dass man diese Ungleichheit im globalen Kontext betrachten sollte und Parallelen in anderen Teilen der Welt sichtbar werden.